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8 Tipps wie Du das Hamsterrad verlassen kannst!

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Die Aktienmärkte haben sich seit den großen Crashs der Nuller-Jahre des neuen Jahrtausends wieder erholt. Doch der Schein trügt. Das globale Wirtschaftssystem, das auf Wachstum ausgerichtet ist, hat keine Zukunft. Es macht die Reichen noch reicher und die Armen ärmer. Wer Zinsen auf sein Vermögen erhält, profitiert, wer Kredite aufnehmen muss, rutscht immer tiefer in den Schuldensumpf. Irgendwann wird diese Zinslast nicht mehr bedient werden können und das gesamte System bricht zusammen.
Wie du in dem bestehenden Wirtschaftssystem nicht nur überlebst, sondern deinen Weg zur finanziellen Freiheit findest, Vermögen aufbaust und es trotz der ungewissen wirtschaftlichen Zukunft sicherst und vermehrst, erfährst du in den nächsten Abschnitten.

Du wirst außerdem herausfinden,
wie du Geld verdienen kannst, ohne dafür zu arbeiten,wie du deine persönlichen Träume am effizientesten erreichst, undweshalb mehr Eigentum keine höhere Lebensqualität garantiert.

1. Vermeide Schulden

Damit finanzielle Unabhängigkeit kein Traum bleibt, müssen wir zunächst aufhören, uns zu verschulden. Schulden generieren in der Regel keinen Mehrwert, sie verpflichten uns aber zu Zinszahlungen, die uns Monat für Monat und Jahr für Jahr weiter von finanzieller Freiheit wegtreiben.


Das lang ersehnte Eigenheim wird für viele Paare zu einem unerwartet teuren Vergnügen. Sie haben zwar alle Kosten einkalkuliert, aber die Zinslast ihres Kredits nicht berücksichtigt. Durch den exponentiellen Zinseszinseffekt verdoppeln sich Schulden in regelmäßigen Abständen, abhängig vom aktuellen Zinsniveau. Leiht man sich bspw. 200.000 Euro, können daraus ganz unbemerkt 400.000 Euro und mehr werden. Verschuldet man sich zu 5%, verdoppeln sich die Schulden nach 15 Jahren, wenn man in der Zwischenzeit keine Tilgung vornimmt und die Zinsen zur Rückzahllast addiert werden.


Das liegt an dem exponentiellen Charakter des Zinseszinseffekts. Leihst du dir 1.000 Euro zu einem Zinssatz von 5 % p.a., zahlst du im ersten Jahr 50 Euro Zinsen. Nach 15 Jahren ergäbe sich allerdings bereits ein Rückzahlungsbetrag von 2.078,93 Euro. Gerade bei höheren Beträgen kann das gravierende Auswirkungen auf die eigenen Finanzen haben. Um gar nicht erst in eine solche Schuldenspirale zu kommen, solltest du es grundsätzlich vermeiden, Schulden zu machen.


Wie gut kennst du deine Einnahmen und Ausgaben? Ein genauer Überblick über die eigenen Finanzen ist die Grundvoraussetzung, um Schulden zu vermeiden. Mit einem Haushaltsbuch lässt sich das dumpfe Gefühl, zu viel auszugeben, ganz konkret beziffern. Dafür brauchst du keine teuren Apps oder komplizierten Methoden. Leg einfach eine Tabelle, z.B. in Excel, an und liste in einer Spalte alle deine monatlichen Einnahmen auf und in einer anderen alle deine Ausgaben wie Lebensmittel, Kleidung, Miete etc. Je länger du Buch führst, desto mehr werden dir deine persönlichen Geldfresser ins Auge springen.


Schulden sind nicht dein Problem? Du lebst nur einfach von Gehaltsüberweisung zu Gehaltsüberweisung und dein Kontostand springt von Rot auf Schwarz so verlässlich, wie eine Verkehrsampel die Farben wechselt? Dann besteht der nächste Schritt zur finanziellen Freiheit darin, ein Geldpolster aufzubauen.


Das gelingt am besten, wenn du dein Erspartes auf einem separaten Konto anlegst, z.B. auf einem Tagesgeldkonto. Der Vorteil hierbei: Deine Ersparnisse sind auf einem solchen Konto jederzeit frei verfügbar und werden sogar verzinst, wenn auch zu einem sehr geringen Zinssatz. Mindestens drei Monatsgehälter solltest du beiseite legen, um unvorhergesehene Ausgaben wie Autoreparaturen, kostspielige Zahnarztbesuche oder den Verlust des Arbeitsplatzes abfedern zu können. Wenn du einmal auf deinen Geldpuffer zugreifen musstest, fülle ihn zeitnah wieder auf.


Zugegeben, Schuldenabbau und das Anlegen eines Geldpolsters sind nur die ersten Schritte auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Damit du dein Ziel schneller erreichst, solltest du auch deine Ausgaben verringern.

2. Reduziere deine Ausgaben langfristig

Die Einfahrt auf deinen Weg in die finanzielle Unabhängigkeit kennst du bereits. Nun geht es darum, auf der Spur zu bleiben und an Tempo zu gewinnen. Nachdem du aus der Schuldenspirale herausgekommen bist, solltest du eine Guthabenspirale aufbauen. Dafür benötigst du mehr verfügbares Einkommen. Wie kannst du das erreichen?
Wenn du wie die Mehrheit der Menschen in Deutschland in einem Angestelltenverhältnis arbeitest, fallen deine Lohnerhöhungen in der Regel gering aus und können eher als Inflationsausgleich betrachtet werden. Deinen Chef um eine Gehaltserhöhung zu bitten bringt dich also nur bedingt weiter.


Einfacher sieht es bei deinen Ausgaben aus. Betrachte alle deine Ausgaben über ein Jahr und fasse die Positionen zusammen. Erst wenn wir unsere Ausgaben über ein Jahr hinweg betrachten, können wir sie miteinander vergleichen und uns überlegen, ob sie es uns wirklich Wert waren oder ob wir doch darauf verzichten können. Wie häufig hast du dein Zeitschriften-Abo tatsächlich genutzt? Brauchst du wirklich das dritte Streaming-Abo oder reichen vielleicht auch zwei? Auf den ersten Blick fällt so ein Abo für 35 Euro im Monat vielleicht nicht ins Gewicht, doch aufs Jahr betrachtet könntest du stolze 420 Euro sparen.


Viele von uns haben außerdem Dinge angehäuft, die uns schon lange keine Freude mehr bereiten ‒ z.B. CDs, DVDs, Bücher oder Kleidung ‒ und die wir schon Monate oder Jahre nicht mehr benutzt haben. Als Faustregel gilt: Was wir seit mehr als zehn Monaten nicht mehr in der Hand hatten, darauf können wir getrost verzichten. Statt das Geld im Regal oder Schrank liegen zu lassen, verkauf dein ausgedientes Hab und Gut auf einer Online-Plattform oder einem Flohmarkt.


Verzichten können wir meist auch auf einen Großteil von Versicherungen. Abgesehen von einer persönlichen Haftpflichtversicherung, einer Berufsunfähigkeitsversicherung und der gesetzlichen Krankenversicherung sind viele Versicherungen unnötig. Prüfe genau, gegen welche Risiken du dich wirklich absichern willst. Bei Autoversicherungen z.B. ist wegen des hohen Wertverlustes eine Teilkaskoversicherung meist sinnvoller als eine teure Vollkasko. In der aktuellen Niedrigzinsphase sind auch Lebensversicherungen nicht zu empfehlen.


Drehst du an diesen Stellschrauben, kommt dein Gefährt auf dem Weg Richtung finanzieller Freiheit ein ganzes Stück schneller voran. Doch damit du dein Ziel erreichst, musst du vor allem alte Denkmuster verlassen.

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3. Verlasse die Pfade der Gewohnheit und hinterfrage deine finanziellen Bedürfnisse

Finanzielle Freiheit beginnt im Kopf. Meist brauchen wir nur einen Bruchteil von dem, was wir glauben besitzen zu müssen. Unnötiger Konsum kostet Geld und erfordert unnötige Arbeit.


Der dritte Urlaub im Jahr, das zweite Auto, … ‒ viele von uns arbeiten extrem viel, um uns bestimmte Statussymbole und damit die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe zu sichern. Doch wirklich glücklich macht uns das nicht. Wir haben uns nie Gedanken darüber gemacht, was wir selbst wirklich wollen und worin wir unseren Lebenssinn sehen. Was brauchst du wirklich, um glücklich zu sein? Entkoppeln wir unser persönliches Glück von unserem Konsum. Wenn wir weniger und dafür bewusster kaufen, helfen wir nicht nur der Umwelt, sondern verbessern auch unsere finanzielle Situation.
Bewusster Konsum bedeutet auch bewusste Nutzung. Achte bei Elektrogeräten wie TV und Waschmaschine auf eine gute Effizienzklasse, also AA++ oder AA+++, und trenne nicht benötigte Geräte immer vom Strom. Das funktioniert am einfachsten, wenn du hierfür Kippschalter oder Zeitschaltuhren verwendest.


Heizkosten gehören zu den größten Kostenfressern im Haushalt. Wer in eine hochwertige Dämmung investiert, kann seine Ausgaben deutlich senken. Dafür musst du nicht unbedingt neue Fenster einbauen lassen. Fenster und Türen kannst du meist auch kostengünstig abdichten, indem du einfach einen Türvorleger verwendest oder mithilfe von Rollläden an den Fenstern für zusätzliche Isolierung sorgst. Bist du bereit, den Heizungsregler etwas herunterzudrehen, kannst du zusätzlich sparen: 18-20 °C reichen als Innenraumtemperatur völlig aus, und mit jedem Grad weniger auf dem Thermometer sparst du weitere 10% Energiekosten.


Reduzierte Ausgaben können viel bewirken, doch noch schnellere Erfolge wirst du sehen, wenn du neue Wege findest, um deine Einnahmen zu erhöhen.

Reich wird man nicht durch das Geld, was man verdient, sondern durch das Geld, das man nicht ausgibt

John D. Rockefeller

4. Baue dir passives Einkommen auf

Kontinuierliches Sparen und harte Arbeit ebnen dir den Weg zu finanzieller Freiheit. Damit du diese aber auch genießen kannst, reicht beides nicht aus. Dafür brauchst du passives Einkommen, also Einnahmequellen, die dir Geld aufs Konto spülen, während du schläfst.


Eine gute Quelle für passives Einkommen ist Immobilienvermietung. In Deutschland muss Immobilienbesitz nicht versteuert werden und Gewinne beim Verkauf sind nach 10 Jahren Haltedauer unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls steuerfrei. Auch sämtliche Reparaturkosten für vermieteten Wohnraum können von der Steuer abgesetzt werden.
Die Preise für Immobilien sind in den letzten Jahren allerdings gestiegen, da Versicherungen und Pensionskassen in großem Stil Wohnraum in beliebten Innenstadtlagen gekauft haben und auch weiterhin kaufen, während die Nachfrage zugleich gestiegenen ist. Es besteht also die Gefahr, dass diese Blase in Zukunft platzen und es zu einem enormen Preisverfall kommen wird. Wer für einen Wohnungskauf einen Kredit aufnimmt, geht also ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein.


Um das Risiko zu streuen, ist es daher empfehlenswert, sich verschiedene Quellen von passivem Einkommen zu erschließen. Und schließlich kann man nicht nur Wohnungen vermieten. Hast du ein eigenes Auto? Dann kannst du es über Carsharing-Plattformen teilen oder dir für längere Fahrten online zahlende Mitfahrer suchen. Als Eigenheimbesitzer kannst du deine Dachflächen für Photovoltaikanlagen vermieten, um so monatlich einen festen Betrag auf dein Konto gezahlt zu bekommen. Natürlich kannst du dir auch eine eigene Solaranlage zulegen. Damit reduzierst du deine Stromkosten und erhältst zudem eine Gutschrift für nicht genutzten Strom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.


Mit einem guten Mix an passiven Einkommensquellen kannst du schon bald nennenswertes Kapital erwirtschaften. Jetzt solltest du dich damit beschäftigen, wie du es gewinnbringend anlegst.

Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen

Fabian Beining

5.Diversifiziere und vermehre dein Kapital

Damit sich dein Kapital vermehrt und du es nicht nach kurzer Zeit wieder verlierst, solltest du bei der Wahl deiner Investitionen wählerisch sein und dir die Eigenarten des Kapitalmarkts zunutze machen.


Der Zinseszins vermehrt nicht nur Schulden, sondern auch Gewinne. Nutze diesen Effekt. Hätte jemand im Jahr Null nur einen Cent angelegt und wäre der mit 5% verzinst worden, hätten seine Nachfahren heute ein Vermögen von 42 Sextillarden Euro. Das bedeutet eine 42 mit 39 Nullen. Das Beispiel zeigt auch: Der Zinseszins braucht Zeit, um zu wirken. Damit du in deiner Lebensspanne etwas von ihm merkst, musst du möglichst früh anfangen zu sparen ‒ und mehr als einen Cent zurücklegen.


Aktien bieten dir die Möglichkeit, über Dividendenausschüttungen an Kurssteigerungen, also am Unternehmenserfolg, teilzuhaben. Die Aktien von kleineren Unternehmen sind oft relativ günstig und auch für kleinere Anlagebeträge geeignet. Wenn du dein Kapital an der Börse investierst, birgt das jedoch auch die Gefahr von Kapitalverlust, wenn die Kurse einbrechen. Verteile deine Investitionen also über verschiedene Unternehmen und Branchen, um dein Risiko zu streuen.


Wenn dir Aktien zu risikoreich erscheinen, kannst du auch andere Anlageformen nutzen. Investmentfonds bestehen aus verschiedenen Anlageformen und beinhalten auf diese Weise ganz automatisch eine Risikodiversifikation. Achte darauf, dass du in thesaurierende Fonds investierst. Sie legen ihre ausgeschütteten Gewinne unmittelbar neu an und nutzen somit den Zinseszinseffekt.


Eine andere Anlagemöglichkeit sind Anleihen. Damit wirst du selbst zum Kreditgeber für Unternehmen oder Staaten. Du verleihst Geld als Unternehmens- oder Staatsanleihe und erhältst dafür jedes Jahr eine festgelegte Verzinsung, die du zu Laufzeitende zusammen mit dem geliehenen Betrag zurück erhältst.


Edelmetalle wie Gold, Silber oder Kupfer sind Anlagegüter, die langfristig niemals an Wert verlieren. Sie generieren zwar kein passives Einkommen, schaffen dir aber eine verlässliche Geldbasis. In diesem Markt kommt es besonders darauf an, sich antizyklisch zu verhalten, das heißt: Kaufe, wenn die Preise niedrig sind, dann profitierst du umso mehr von zukünftigen Preissteigerungen, und verkaufe, wenn die Preise Rekordniveau erreichen.


Jetzt hast du einige Anlageformen kennengelernt, mit denen du dein Vermögen vermehren kannst. Doch um wirkliche finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, fehlt noch ein wichtiger Faktor

6. Werde gedanklich autark

Stell dir vor, du hast es geschafft: Du bist finanziell frei. Wie sieht dein Leben aus? Bevor wir in unserer Umwelt Veränderungen schaffen, müssen wir sie in unseren Gedanken und in unserer Vorstellungskraft vollziehen.


Wenn wir eine klare Vorstellung haben und uns von ihr angezogen fühlen, motiviert uns das zu handeln. Dann sind wir intrinsisch, also aus uns selbst heraus, motiviert ‒ wir verfolgen unseren eigenen Traum. Unser Handeln wird mühelos und macht uns Freude. Anders bei extrinsischer Motivation. Hier tun wir etwas der Belohnung wegen, z.B. um Geld zu verdienen. Wer extrinsisch motiviert ist, hat das Gefühl, etwas tun zu müssen, und es ist kein Wunder, dass uns vieles dann anstrengend und schwer vorkommt.


Nutzt du nicht nur die Sogwirkung deiner Vorstellungskraft, sondern eliminierst zusätzlich noch Zeitkiller, dann beschleunigst du dein Tempo auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit enorm. Zeitkiller verstecken sich in den unterschiedlichsten Formen in unserem Alltag. Mehrmaliges E-Mail-, Facebook-, oder Twitter-Checken, Tagträumen und Fernsehen ‒ all das sind Zeitfresser, die uns davon abhalten, produktiv zu sein und Vermögen aufzubauen.


Im Kampf gegen Zeitkiller hat sich die Drei-Sekunden-Regel bewährt: Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Gedanken und Gefühle, die uns daran hindern, das zu tun, was gerade wichtig ist, erst nach drei Sekunden ihre Wirkung entfalten. Wenn wir uns also etwas vornehmen, bspw. die Buchhaltung auf den neuesten Stand zu bringen, können wir den inneren Schweinehund und unsere Zeitkiller austricksen, indem wir innerhalb der ersten drei Sekunden direkt handeln und uns an den Schreibtisch setzen.


Übrigens solltest du dir immer eine klare und knappe Deadline setzen, bis wann du eine Aufgabe erledigt haben willst. Knapp deswegen, weil das Parkinson’sche Gesetz besagt, dass wir immer so lange für eine Aufgabe benötigen, wie wir uns Zeit einplanen. Knappe Deadlines machen uns demnach effizienter.


Statt nur deine Finanzen neu zu organisieren, lohnt es sich, auch dein Denken neu zu organisieren. Mache dir klar, was dein Ziel ist, und komme dann zügig ins Handeln, um Zeitkillern keine Chance zu geben. Hast du diese gedankliche Autarkie erreicht, rückt auch die materielle Autarkie in greifbare Nähe. Sie ist übrigens nicht zwingend an besonders hohe Summen gebunden. Du kannst sie auch auf andere Weise erreichen.

Es ist dank Studien bewiesen, dass Geld ab einer bestimmten Grenze nur noch sehr marginal zur Steigerung des Glücksempfinden beiträgt. In Deutschland beträgt diese Grenze 5000 EUR netto pro Monat

Fabian Beining

7. Werde Selbstversorger

Finanziell unabhängig bist du erst, wenn du nicht mehr bloß ein Rädchen in unserem Geld-, Finanz- und Wirtschaftssystem bist. Indem du deinen Selbstversorgungsanteil erhöhst, machst du dich unabhängiger von den Zwängen dieses Systems. Je weniger Geld du benutzt, desto größer wird deine Freiheit von den herrschenden Strukturen und Verbindlichkeiten.


Du musst nicht gleich in eine Hütte im Wald umsiedeln. Fang klein an: Wie wäre es, wenn du auf deinem Balkon oder in deinem Garten Salat, Tomaten, Gurken, Zucchini oder Erdbeeren anbaust?


Selbstversorgung muss nicht bedeuten, dass du dich komplett allein versorgst, sondern kann auch heißen, dass du z.B. im Sinne einer Shared Economy Dinge mit anderen teilst und gemeinsam benutzt. Das bekannteste Beispiel für Shared Economy ist Carsharing, aber dem Prinzip sind kaum Grenzen gesetzt: Bücher, Kleidung, Lebensmittel ‒ fast alles kann mit anderen geteilt bzw. zusammen genutzt werden. Je mehr untereinander geteilt wird, desto weniger Konsum und desto größer der Wohlstand des Einzelnen. Gleichzeitig schonst du damit auch die Ressourcen, trägst zum Umweltschutz bei und bist ganz nebenbei Pionier einer alternativen Art zu wirtschaften.


Denn fest steht: Unser bisheriges Wirtschaftssystem, das auf permanentes Wachstum ausgelegt ist, kann in Zukunft nicht mehr funktionieren. Es fördert die Zerstörung der Umwelt, verstärkt Ungleichheiten und macht Menschen auf Dauer unglücklich. Vielleicht ist die Vorstellung von Shared Economy für dich erst einmal ungewohnt, doch wir müssen über den Tellerrand unseres Gewohnten hinausblicken, wenn wir tragfähige Lösungen für das Wirtschaften der Zukunft finden wollen.


Selbstversorgung kann viele Formen annehmen. Noch mag es ein Konzept sein, das nach ferner Zukunft klingt. Doch wer seinen Selbstversorgungsanteil erhöht, kann die Wirkung von kommenden Wirtschaftskrisen abfedern, ist freier und unabhängiger und vergrößert letztlich seinen Wohlstand.

8. Zusammenfassung

Wir alle streben finanzielle Freiheit an. Doch wenn wir näher hinsehen, wünschen wir uns eigentlich keinen hohen Kontostand, sondern Zeit, um uns selbst zu verwirklichen und unserer wahren Bestimmung zu folgen. Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Glücklich macht es uns nicht. Wir müssen lernen, das Glück in uns selbst zu finden, ganz unabhängig von unserem Konsum. Erst wenn wir diese mentale Freiheit erreicht haben, sind wir wirklich frei.


Was du konkret umsetzen kannst:


Verschaffe dir einen Überblick über deine Ein- und Ausgaben.
Führe ein Haushaltsbuch. Wenn dir das zu aufwendig ist, versuche zumindest, möglichst oft in bar zu bezahlen. So wird dir leichter bewusst, wofür du dein Geld ausgibst.
Kaufe antizyklisch.
Die wenigsten größeren Investitionen müssen zwingend von heute auf morgen getätigt werden. Plane deine Ausgaben, um von niedrigen Preisen zu profitieren. Heizmaterialien wie Öl oder Gas werden z.B. fast ausschließlich in den kalten Monaten benötigt und sind in den Sommermonaten meist um einiges günstiger.
Entscheide dich für günstige Alternativen.
Verzichte bei Lebensmitteln auf den Kauf von Markenprodukten. Entscheide dich für die Eigenmarken von Discountern. Auf diese Weise kannst du im Vergleich zu Markenprodukten etwa die Hälfte deiner Ausgaben sparen.

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